French Terry ist eine mittelschwere Maschenware mit einer überwiegend glatten rechten Seite und unaufgeschnittenen Schlingen auf der Rückseite. Diese Rückenschlingen unterscheiden ihn vom typischen angerauten Sweatstoff, dessen Innenseite zu einem flauschigen Flor aufgeraut wurde.
Material und Eigenschaften
French Terry kann aus Baumwolle, Polyester, Viskose oder Mischungen bestehen, häufig ergänzt durch Elastan. Der Name beschreibt die Maschenkonstruktion, nicht die Faser. Gewicht, Schlingengröße und Mischung bestimmen, ob der Stoff weich fällt, kompakten Stand besitzt oder stark dehnbar ist.
Verglichen mit dünnem Single Jersey ist French Terry meist kräftiger und wärmer; gegenüber schwerem angerautem Sweat bleibt er häufig leichter. Typische Anwendungen sind Sweatshirts, Jogginghosen, Kleider, leichte Jacken und Freizeitbekleidung.
Dehnung vor dem Zuschnitt prüfen
Ein Schnittmuster kann einen bestimmten Dehnungsanteil und Rücksprung verlangen. Beides wird am konkreten Stoff geprüft, weil nicht jeder French Terry gleich elastisch ist. Der Fadenlauf folgt den Maschenstäbchen, während die stärkere Dehnung gewöhnlich quer verläuft. Beim Zuschnitt dürfen die Rückenschlingen nicht an der Tischkante hängen oder sich unter Gewichten verziehen.
French Terry nähen
Eine Jersey- oder Stretchnadel und eine dehnbare Naht verhindern viele Fehlstiche und Fadenbrüche. Overlock oder schmaler Zickzack eignen sich je nach Projekt für Verbindungsnähte. Zu hoher Nähfußdruck kann die Kante wellen; beim Overlocken wird der Differenzialtransport entsprechend angepasst.
Für Hals- und Ärmelabschlüsse wird häufig Bündchenstoff verwendet. Säume bleiben mit Zwillingsnadel oder Coverlock dehnbar, sofern Nadel, Garn und Spannung zum Material passen.