Erklärung
Beim Quilten werden drei Schichten Stoff zu einer Einheit verbunden:
- Oberstoff – oft ein Patchwork-Top
- Füllmaterial – meist Volumenvlies (Watte, Polyester, Baumwolle)
- Unterstoff – glatte Rückseite, oft schlicht gehalten
Durch das Absteppen entstehen dekorative Nählinien, die gleichzeitig Halt geben und dem fertigen Stück Struktur verleihen.
Einsatzbereiche
- Klassische Quilts und Tagesdecken
- Gesteppte Kleidung (z. B. Jacken, Westen)
- Taschen, Etuis, Tischläufer, Wandbehänge
- In-the-Hoop-Projekte in der Stickmaschine
Quilting-Techniken
- Geradstich-Quilting: einfache Linien mit der Nähmaschine oder von Hand
- Freihand-Quilting (Free Motion Quilting): freie Muster, geschwungene Linien, oft mit Quiltfüßchen
- Lineal-Quilting (Ruler Work): exakte Muster mithilfe von Acrylschablonen
- Maschinengeführtes Quilting: z. B. in Stickmaschinen über spezielle Stickmuster
Maschinen vs. Handarbeit
- Quilting mit der Nähmaschine ist weit verbreitet und besonders für Einsteiger:innen geeignet
- Handquilten wird vor allem im traditionellen Bereich oder für feine, ruhige Projekte eingesetzt
- Immer beliebter: Quilting mit der Stickmaschine – besonders für kleinere Formate oder einzelne Blöcke
Tipps & Hinweise
- Verwende Sicherheitsnadeln oder Sprühkleber zum Fixieren der Lagen
- Beginne in der Mitte und arbeite dich nach außen, um Faltenbildung zu vermeiden
- Die Stichlänge kann je nach Technik und Stoff variieren – teste am besten auf einem Probestück
Hinweis: Quilten ist der logische nächste Schritt nach dem Patchworken – viele sprechen auch vom „Sandwich“, wenn alle drei Lagen zusammengesteckt werden.