Stichtag 5.0: Wiedersehen, Weltrekord und ganz viel Nähbegeisterung

Unser Rückblick auf den Stichtag 2026 in Hünfeld: bekannte Gesichter, kreative Aussteller, Workshops, Samstagsparty und eine fast 400 Meter lange Boxy-Bag-Schlange.

Max Heimsath
emborado und der Stichtag 5.0: Hünfelder Rathaus und Alter Lokschuppen

„3-2-1 Stichtag!“ Diesen Ruf habe ich nach dem Wochenende noch im Ohr. Immer wieder wurde gemeinsam heruntergezählt, gejubelt und die Begeisterung für dieses besondere Treffen hörbar gemacht. Der Stichtag 5.0 vom 4. bis 6. September 2026 in Hünfeld hatte genau die Energie, auf die wir uns gefreut hatten.

In unserer Ankündigung zum Stichtag ging es noch um die Vorfreude auf unseren Besuch als Aussteller. Jetzt bleiben Erinnerungen an bekannte Gesichter, kreative Ideen, einen neuen Weltrekord und ein Wochenende, das sich an vielen Stellen wie ein großes Klassentreffen der Näh- und DIY-Szene angefühlt hat.

Ein Klassentreffen mit vielen vertrauten Gesichtern

Für mich waren die Begegnungen eines der schönsten Dinge an diesem Wochenende. Zwischen Ständen und Programmpunkten traf ich immer wieder Menschen, die ich schon kannte und über deren Wiedersehen ich mich sehr gefreut habe. Fast ein Influencer-Klassentreffen aus der Szene – nur mit deutlich mehr Stoff, Garn und Nähideen.

Mit dabei waren zum Beispiel Anna von Einfach Nähen und Susanne vom Nahtzeit-Magazin. Solche Treffen machen die Community für mich besonders: Man kennt die Projekte, Beiträge und Gesichter, und vor Ort begegnet man sich ganz persönlich.

Im Zentrum standen natürlich Tanja und Sandra, die Nähdels. Schon bei der h+h cologne im Frühjahr hatte ich mich gefreut, die beiden kennenzulernen. Jetzt ihr eigenes Event zu erleben, mit all den Menschen, die sie zusammenbringen, war noch einmal etwas Besonderes. Die euphorische Stimmung und der wiederkehrende Schlachtruf „3-2-1 Stichtag!“ gehörten einfach dazu.

Kreative Ideen im Lokschuppen und in der ganzen Stadt

Am Samstag und Sonntag öffnete der Alte Lokschuppen jeweils von 10 bis 16 Uhr seine Türen. Liebevoll gestaltete Stände, kreative Aussteller und Mitmachangebote sorgten für reichlich Inspiration. Dazu kamen Workshops an verschiedenen Orten in der Hünfelder Innenstadt.

Die Nadelbienen waren mit ihrem Kreativmobil vor Ort. Auch Contors war dabei und zeigte spannende Maschinen von Fortever. Für mich gehört dieser Blick auf Maschinen und Möglichkeiten zu solchen Veranstaltungen dazu: Was lässt sich damit umsetzen, welche Ideen entstehen beim Zuschauen, und wie könnte das nächste eigene Projekt aussehen?

Auch emborado hatte seinen Platz in diesem kreativen Umfeld. Zwischen all den Näh- und Stickprojekten passt das Thema, die eigenen Stickmotive zu verwalten und Schnittmuster zu organisieren, ganz selbstverständlich dazu. Denn die Inspiration vom Wochenende möchte man später zu Hause auch wiederfinden und umsetzen können.

Max Heimsath am orange-weißen emborado-Stand beim Stichtag 5.0 in Hünfeld
Mit emborado beim Stichtag 5.0: mittendrin zwischen Nähideen, Stickprojekten und bekannten Gesichtern.

Weltrekord: eine Boxy-Bag-Schlange von fast 400 Metern

Ein besonderer Höhepunkt war der neue Weltrekord der Nähdels und ihrer Community. 1.783 Boxy Bags ergaben eine Kette von 395,35 Metern – also knapp 400 Meter voller selbst genähter Taschen. Auf dem Foto sieht man die vielen unterschiedlichen Taschen, die sich rund um den Brunnen aneinanderreihen. Jede einzelne wurde genäht, und zusammen wurden sie Teil einer riesigen gemeinsamen Aktion. Ein schönes Bild dafür, was aus vielen kleinen kreativen Beiträgen entstehen kann.

Bunte Boxy Bags bilden beim Stichtag in Hünfeld eine lange Kette rund um den Rathausbrunnen
Teil der Weltrekord-Schlange: Insgesamt kamen 1.783 Boxy Bags und 395,35 Meter zusammen.

Zeit zum Ausprobieren – und Zeit zum Feiern

Neben Jubel und Trubel hatte der Stichtag auch eine ruhigere Seite. Das Workshop-Programm in der Innenstadt bot Raum, sich mit handwerklichen Fertigkeiten zu beschäftigen, Neues auszuprobieren und vorhandenes Wissen zu vertiefen. Hier durfte man sich Zeit nehmen, Fragen stellen und mit den eigenen Händen gestalten.

Diese Mischung hat mir gefallen: Begeisterung teilen und gemeinsam laut werden, aber ebenso konzentriert an einer Idee arbeiten können. Kreativität braucht beides – Anregungen von außen und die Ruhe, etwas daraus zu machen.

Am Samstagabend ging das gemeinsame Wochenende dann bei der Party weiter. Musik, Tanzen und zusammen feiern gehörten genauso zum Stichtag wie die Maschinen, Stoffe und Workshops tagsüber.

Danke für dieses Wochenende

Ich nehme vor allem die Freude über das Wiedersehen und die ansteckende Stimmung mit nach Hause. Danke an Tanja und Sandra, an alle, die den Stichtag mitgestaltet haben, und an die vielen Menschen, denen ich dort begegnen durfte.

Wer nach dem Wochenende noch weiterstöbern möchte, findet in unserem Designer-Verzeichnis weitere Labels für Stickmotive und Schnittmuster. Und die Erinnerung an Hünfeld klingt fürs Erste noch so: „3-2-1 Stichtag!“

Tags: Stichtag 2026 Hünfeld Nähdels Nähen Stickerei Community