Rückblick: emborado auf der Heimtextil 2026

Ein ehrlicher Rückblick auf die Heimtextil 2026 in Frankfurt: Eindrücke einer der größten Textilmessen der Welt, Learnings aus Startup-Sicht und persönliche Messe-Insights.

Max Heimsath
Rückblick: emborado auf der Heimtextil 2026

Rückblick: emborado auf der Heimtextil 2026

Die Heimtextil 2026 auf dem Gelände der Messe Frankfurt gilt als eine der weltweit bedeutendsten Leitmessen für Wohn- und Objekttextilien. Hersteller, Händler, Designer und Branchenexpert:innen aus aller Welt kommen hier zusammen, um Materialien, Trends und Innovationen rund um Stoffe, Teppiche, Vorhänge, Bettwäsche oder Handtücher zu präsentieren.

Wir waren in diesem Jahr erstmals mit emborado vor Ort – eingebunden über Tex Started am Stand des Gesamtverbands textil+mode.


Eine Messe der Superlative

Was sofort auffällt: Die Heimtextil ist riesig.
Unzählige Hallen, lange Wege und eine enorme Dichte an Ausstellern prägen das Bild. Viele Stände sind aufwendig inszeniert, teils sehr spektakulär und stark international geprägt. Besonders präsent waren Unternehmen aus Indien, China, Spanien und weiteren textilstarken Regionen.

Inhaltlich dreht sich vieles um:

  • Materialien und Stoffqualitäten
  • Interior- und Objektanwendungen (z. B. Hotellerie, Wohnräume)
  • Designtrends, Farben und Nachhaltigkeit

Viele Dinge waren für uns als Software-Startup im DIY-/Textilbereich neu und ungewohnt, dadurch aber umso interessanter.

Als Software-Startup auf der Heimtextil 2026: Viel zu lernen
Als Software-Startup auf der Heimtextil 2026: Viel zu lernen

Relevanz für emborado: eher indirekt, aber lehrreich

Für uns als Startup im Bereich digitale Verwaltung von Stick- und DIY-Dateien ist die Heimtextil kein klassischer Perfect Fit. Die Messe ist klar B2B-getrieben und stark auf industrielle Anwendungen, große Stückzahlen und etablierte Lieferketten ausgerichtet.

Viele Besucher:innen waren mit festen Terminen unterwegs und bewegten sich entsprechend zielgerichtet durch die Hallen. Spontane Gespräche entstehen hier deutlich seltener als auf kleineren, fokussierteren Events.

Unsere besten Gespräche kamen daher meist dann zustande, wenn Menschen zufällig an unserem Stand hängen geblieben sind – aus Neugier, nicht aus einer konkreten Suche nach einer Lösung wie unserer.

Spannende Gespräche am Stand von textil+mode
Spannende Gespräche am Stand von textil+mode

Der Stand von textil+mode: mehr als nur ein Treffpunkt

Ein echtes Highlight für uns war die Einbindung am Stand des Gesamtverbands textil+mode. Wir wurden sichtbar platziert, Gespräche wurden ermöglicht und auch am dritten Messetag war man offen dafür, weiter Flyer von uns auszulegen und Kontakte herzustellen. Gerade dieser persönliche Austausch auf Augenhöhe war für uns besonders wertvoll.


Messe-Learning Nr. 1: Ohne Plan verliert man sich

Eines der wichtigsten Learnings aus Frankfurt:

Auf einer Messe dieser Größe sollte man niemals ohne klaren Plan unterwegs sein.

Wer keine konkreten Ziele hat – bestimmte Hallen, Aussteller oder Gesprächstermine – verliert schnell Zeit und Energie. Die Heimtextil ist dafür schlicht zu groß.

Für zukünftige Besuche würden wir deutlich klarer priorisieren:

  • Welche Hallen sind wirklich relevant?
  • Welche Unternehmen möchten wir gezielt ansprechen?
  • Wo lohnt sich Tiefe statt Breite?

Messe-Learning Nr. 2: Aufmerksamkeit schlägt Perfektion 🎡

Unser persönliches Messehighlight war überraschend simpel: ein kleines Glücksrad.

Ohne großes Branding, selbst beklebt und Low-Budget – aber ein echter Eye-Catcher. Der niedrigschwellige Ansatz („Man muss nichts können, man kann nur Süßes gewinnen“) hat Hemmschwellen abgebaut und Gespräche ermöglicht.

Nebenbei haben wir gelernt:

  • Klassiker wie Nimm2, Haribo oder Merci funktionieren hervorragend
  • Lutscher hingegen eher nicht 😄

Kontakte, Impulse und neue Fragen

Neben vielen kurzen Gesprächen konnten wir einige spannende Kontakte aus Industrie, Vertrieb, Forschung und Kreativbereich knüpfen. Nicht jeder Kontakt wird für emborado relevant sein, aber gerade die Mischung der Perspektiven war bereichernd.

Besonders interessant fanden wir:

  • Gespräche über angrenzende Anwendungsfelder wie Plotten oder Tufting
  • erste Ideen zu möglichen Research-Kooperationen
  • die Erkenntnis, dass Dateiverwaltung in vielen Bereichen ein sehr ähnliches Problem adressiert

Und gut möglich, dass der ein oder andere Textilveredelungsbetrieb, den wir auf der Messe kennenlernen durften, demnächst emborado nutzt. Wir sind gespannt! Wie das aussehen kann, wenn eine professionelle Stickerei emborado einsetzt, erfährst du hier.


Unser Fazit

Die Heimtextil 2026 war für uns:

  • fachlich interessant
  • menschlich sehr angenehm
  • strategisch lehrreich

Unterm Strich nehmen wir viele Learnings, gute Gespräche und neue Ideen mit.

Und ja: Nachts um 1:00 Uhr von Münster nach Frankfurt zu fahren, um im Zug zu schlafen, würden wir beim nächsten Mal vermutlich anders lösen.
Der Erkenntnisgewinn war es trotzdem wert.

Tags: Heimtextil Messe Textilbranche Startup Networking Frankfurt