Erklärung
Ein Sprungstich ist ein nicht bestickter Fadenabschnitt zwischen zwei Stichen. Er entsteht z. B. beim Farbwechsel oder beim Überspringen leerer Flächen.
Automatisches Schneiden
Viele moderne Stickmaschinen verfügen über eine Trim-Funktion, die Sprungstiche automatisch abschneidet. Bei einfachen Maschinen müssen diese manuell entfernt werden.
Hinweise
- Lange Sprungfäden beeinträchtigen das Erscheinungsbild
- Vor allem bei Schriftzügen und Applikationen häufig
- Bei hochwertigen Designs im Digitalisieren berücksichtigen
Wann sind Sprungstiche normal?
Sprungstiche sind nicht automatisch ein Fehler. Die Maschine muss zwischen getrennten Motivteilen wechseln, zum Beispiel zwischen Buchstaben, kleinen Punkten oder einzelnen Flächen. Entscheidend ist, ob diese Verbindungsfäden sinnvoll platziert sind, ob sie kurz bleiben und ob sie sich sauber entfernen lassen.
Je nach Stickdateiformat und Maschine können Schneidebefehle unterschiedlich ausgewertet werden. Nach einer Konvertierung, etwa von PES nach DST, können deshalb mehr sichtbare Sprungfäden entstehen als im Original.
So reduzierst du sichtbare Sprungfäden
- lange Fäden nach jedem Farbabschnitt abschneiden, wenn die Maschine nicht automatisch trimmt
- bei kleinen Details möglichst passende Garnfarben verwenden
- vor dem finalen Stoff einen Probestick machen
- unnötige Formatumwandlungen vermeiden, wenn die Maschine das Originalformat lesen kann