Erklärung
Der Satinstich – auch Plattstich genannt – ist eine der wichtigsten Sticharten in der Computerstickerei.
Er entsteht durch eng nebeneinander gesetzte Zickzackstiche, die eine geschlossene, glänzende Fläche bilden.
Durch den dichten Stichverlauf reflektiert das Garn das Licht besonders gleichmäßig – das typische „satinartige“ Erscheinungsbild entsteht.
Anwendung
- Umrandungen von Motiven und Stickflächen
- Schriften & Monogramme (kleine Buchstaben wirken klar und plastisch)
- Kantenabschlüsse bei Applikationen
- Dekorative Linienstickereien oder konturbetonte Muster
Wann ist Satinstich geeignet?
Satinstich funktioniert am besten bei schmalen Formen, die glatt und leicht erhaben wirken sollen. Typisch sind Konturen, kleine Schriftzüge, Monogramme oder die Kanten einer Applikation. Wird eine Fläche zu breit, können die langen Stiche hängen bleiben, sich lockern oder den Stoff zusammenziehen.
Für große Flächen ist meist ein Füllstich geeigneter. Beim Digitalisieren wird Satinstich oft mit Unterlegerstichen kombiniert, damit die Oberstiche stabil liegen und die Kante sauber bleibt.
Häufige Fehler
- zu hohe Stickdichte, wodurch die Fläche hart wird oder Fäden reißen
- zu geringe Dichte, sodass der Stoff durchscheint
- zu breite Satinstiche, die im Alltag empfindlich sind
- unausgewogene Fadenspannung, die Kanten unruhig wirken lässt